Meine Veröffentlichungen sind zum größten Teil auch auf ResearchGate zu finden. Darunter sind eigene Paper/Chapter und auch gemeinsame Veröffentlichungen mit Kollegen. Im Vergleich zum Januar 2023 haben sich die „reads“ bis zum Januar 2026 auf 19.803 erhöht – ein sattes Plus von 4.777.
Die Anzahl der „reads“ auf Researchgate schwankt je nach Thema und Autor sehr stark, sodass ein Vergleich schwierig ist. Dennoch kann ich – zusammen mit den Co-Autoren – sagen, dass 900 reads für das angegebene Paper bemerkenswert viel ist. Es freut uns, dass an dem Thema wohl Interesse besteht. Thanks to my colleagues and co-authors!
Zwei neue Paper stelle ich auf der MCP 2026, vom 16.-19.2026 in Balatonfüred, Ungarn, vor:
Digital Sovereignty and Open-Source AI: A European Way for Innovative SMEs
Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personalized Framework
Auf der Produktionsseite sind daher schon fast alle Prozesse digitalisiert, sodass die meisten Produkte schon heute ohne großen Aufwand individualisiert werden können. Auf der Kundenseite haben die vielen Konfiguratoren manchmal mehr Verwirrung gestiftet, als dass es für die Kunden nützlich war.
Interessant ist, dass Mass Customization and Personalization durch Künstliche Intelligenz wieder eine Art Revival erlebt.
Einer der führenden Innovationsforscher, Prof. Dr. Frank Piller von der RWTH Aachen, hat nun in einem Podcast mit der Sendung WDR Quarks – Wissenschaft und mehr, Mass Customization, und die neuen Möglichkeiten durch Künstliche Intelligenz, erläutert. Das Gespräch ist in dem Podcast bis Minute 34:26 zu hören.
Maßanfertigung für Massen WDR 5 Quarks – Wissenschaft und mehr 07.04.2026 01:20:01 Std.
Es freut mich, dass Mass Customization nicht nur in der Forschung, sondern auch im allgemeinen Bewusstsein der Kunden wieder thematisiert wird.
Aktuelle Entwicklungen werden auf der von mir initiierten Konferenz Mass Customization and PersonalizationMCP 2026, vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred, Ungarn, vorgestellt.
Wenn man sich die vielen Meldungen in den Medien ansieht, kann man zu dem Schluss kommen, dass es (fast) allen um Aufmerksamkeit, und damit auch um Beeinflussung geht. Dahinter können wirtschaftliche, politische oder soziale Interessen stecken. Viele gehen dabei sehr subtil vor, indem sie Daten nicht genau wiedergeben, oder bewusst aus dem Zusammenhang nehmen.
Oft fehlt bei den Angaben auch die genaue Quelle. Es wird von einer diffusen Studie gesprochen oder geschrieben, doch wird die Quelle nicht genannt. Weiterhin steht bei Zeitungsartikel oft der Hinweis, dass der Beitrag auf Basis von Inhalten anderer Medien geschrieben wurde – diese werden allerdings im Text – wenn überhaupt – nicht deutlich kenntlich gemacht.
Die wenigen Beispiele zeigen schon auf, dass eine mehr wissenschaftlich basierte Arbeit wünschenswert wäre. Die Prinzipien einer solchen Arbeit würden helfen, zwischen eigener Meinung und Quelle zu unterscheiden, um sich ein eigenes Bild machen zu können. Damit kommen wir zur Akademischen Integrität, die es ermöglichen soll, dass wissenschaftlich korrekt und damit transparent gearbeitet und veröffentlicht wird. Gerade in Zeiten von Künstlicher Intelligenz muss das ganz besonders beachtet werden.
Was ist unter Akademischer Integrität zu verstehen?
Dazu habe ich eine Definition der International Centre for Academic Integrity [ICAI] gefunden, die eher im amerikanischen Umfeld genutzt wird. In Europa beziehen sich akademische Institutionen eher auf die Definition der ENAI:
The definition from the European Network for Academic Integrity [ENAI] (2022) is less philosophical than ICAI’s. ENAI states that academic integrity is: Compliance with ethical and professional principles, standards, practices and consistent system of values, that serves as guidance for making decisions and taking actions in education, research and scholarship.“ (Gallant, T. B. ; Davis, M. Khan, Z. R. (2026): ACADEMIC INTEGRITY IN THE AGE OF AI. DOI 10.1017/9781009672078).
Wenn wir unterstellen, dass akademische Integrität bedeutet, selbst verantwortlich, transparent und ethisch zu arbeiten wird klar, dass sich diese Vorgehensweise dann auch auf die Gesellschaft auswirkt.
Es wird Zeit, dass alle Akteure in einer von Künstlicher Intelligenz getriebenen Welt, akademische Prinzipien berücksichtigen. In Europa haben wir erste Ansätze dazu, die oftmals platt mit Regulierung gleichgesetzt werden. In den USA oder China erodieren diese Grundlagen eher. Es ist daher gut, dass wir in Europa einen eigenen Weg gehen, bei dem die Gesellschaft im Mittelpunkt steht.
Sogar in unseren Blogbeiträgen haben wir von Anfang an darauf geachtet, zwischen Originaltexten mit Quellenangaben, und unserer eigenen Meinung zu unterscheiden. Dass ich die Prinzipien bei meiner Dissertation und bei meinen verschiedenen wissenschaftlichen Paper einhalte, versteht sich von selbst. Aktuell beispielsweise für die beiden Paper, die ich für die MCP 2026, 16.-19.09.2026, in Balatonfüred, Ungarn vorbereite.
Zur MCP 2026 Conference zu Mass Customization and Personalization findet vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred, Ungarn, statt. Auch zu dieser Konferenz habe ich Abstracts eingereicht, die in der Zwischenzeit bestätigt wurden.
It is our pleasure to inform you that your abstracts entitled:
Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personalized Framework
Digital Sovereignty and Open-Source AI: A European Path for Innovative SMEs
were positively reviewed by MCP 2026 Scientific Committee and accepted to proceed to the next stage of uploading full paper according to the template.
Nun geht es daran, das Paper bis zum 31. Mai 2026 nach den Konferenzvorgaben fertigzustellen.
Wenn alles klappt, werden ich beide Paper im September auf der Konferenz vorstellen, und mit den Kollegen diskutieren.
Differenzierungsvorteil: Der Kunden bekommt das Produkt, was er möchte. Kostenposition: Der Preis ist nicht viel Höher als der Preis für ein massenhaft produziertes Produkt. Kundenintegration: Der Kunde wird intensiv mit einbezogen (Co-Design). Stabiler Lösungsraum: Kernelement sind die allseits bekannten Konfiguratoren.
Mass Customization kann heute mit den Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz noch mehr dazu beitragen, die immer noch vorherrschende Verschwendung von Ressourcen zu reduzieren.
Unser Wirtschaften immer noch an massenhafter Verschwendung auszurichten, ist schon lange nicht mehr zeitgemäß, doch ändert sich in vielen Bereichen einfach noch zu wenig. In der MCP Week können Sie sich vom 16.-19.09.2026 über den aktuellen Stand der Entwicklungen und über Chancen von Customization and Personalization informieren. Wir werden auch dabei sein.
Es hat den Anschein, dass es sich die Modeindustrie leisten kann, die Anforderungen ihrer Kunden zu ignorieren. Die Abbildung zeigt, eine heute immer noch anzutreffende Diskrepanz zwischen den Kundenanforderungen und den realen Produkteigenschaften.
Schauen wir uns die drei Dimensionen Passform (eng-weit), Mode (bieder-modisch) und Preis (billig-teuer) an, so sind zunächst die Kundenanforderungen 1, 2 und 3 positioniert. Es wird deutlich, dass sich alle drei Kundenanforderungen unterscheiden – was durchaus üblich ist. Das Produkt (P) wird nun so positioniert, damit alle Kunden irgendwie damit zurechtkommen. Der Kunde erhält nicht unbedingt das, was er/sie benötigt.
Die Logik dahinter ist immer noch zu oft der Break.Even-Gedanke. Das heißt, es müssen genügend viele Produkte einer Art hergestellt werden, damit es sich für das Unternehmen rechnet. Diese Skalierung (Menge) führt dann zu akzeptablen Preisen – so die altbekannte Logik.
In diesen „akzeptablen Preisen“ sind allerdings auch die Kosten der Überproduktion (mehrere hundert Milliarden Euro pro Jahr) enthalten, deren Vernichtung der Kunde mit dem Preis der Ware auch bezahlt. – von den Retouren ganz zu schweigen.
Seit Jahrzehnten ist es möglich, massenhaft Bekleidung herzustellen, die individuell ist, und zum Preis einer in großen Mengen hergestellten Massenware zu erhalten ist.
Es stellt sich natürlich die Frage: Warum wird das nicht genutzt?
In der Zwischenzeit verfestigt sich bei mir die Auffassung, dass die Kunden nicht das physische Produkt, sondern hauptsächlich die aufgeladene Marke (Werbe-Ikonen, Influencer, Marketing, In-Out, usw.) kaufen – egal ob das Bekleidungsstück passt oder nicht. Wenn nicht, wird es angepasst – Änderungsschneidereien in 1a-Lagen haben Hochkonjunktur. Wie in der Abbildung mit dem Kreis dargestellt, umfasst – ja überstrahlt – die Marke alle Kundenanforderungen.
Bei einem individuell hergestellten Bekleidungsstück (mass customized) würde es ein Produkt sein, dass passt, preislich OK ist, doch möglicherweise nicht dem vorgegeben modischen Trends entspricht. Auch die Marke würde fehlen – und wer will das schon? Immerhin dient das Kleidungsstück ja auch zu einem großen Teil der Kommunikation. Kleider machen eben Leute.
Wenn Sie sich zu diesen und anderen Themen informieren wollen: Die MCP Community of Europe trifft sich auf der Konferenz zu Mass Customization and Personalization – MCP 2026 – vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred, Ungarn. Wir sind dabei.
Auf den verschiedenen Konferenzen, an denen ich teilgenommen habe, ging es über viele Jahre um Mass Customization and Personalization. Auslöser der Entwicklung war die Veröffentlichung B. Joseph Pine II (1992): Mass Customization. The New Frontier in Business Competition, in der die damals neue hybride Wettbewerbsstrategie vorgestellt wurde.
In der Zwischenzeit gibt es beim Fraunhofer Institut in Stuttgart das Leistungszentrum Mass Personalization. Dort ist man der Auffassung, dass es sich bei Mass Personalization um einen Megatrend handelt
„Mass Personalization ist ein eigenständiges radikal nutzerzentriertes und dennoch nachhaltiges und ressourceneffizientes Konzept, das als Toolbox oder plattformtechnologische Anwendung in der Produktion von morgen fungieren kann“ (Krieg/Groß/Bauernhansl (2024) (Hrsg.): Einstieg in die Mass Personalization. Perspektiven für Entscheider).
Mass Customization ist hier zeitpunktbezogen, und Mass Personalization eher Zeitdauer bezogen zu interpretieren. Beides, Mass Customization und Mass Personalization, sind allerdings immer noch aus der Perspektive des Unternehmens gedacht.
Wenn sich ein Unternehmen auf jeden einzelnen Nutzer so intensiv einstellen will, benötigt es viele Problem- und möglicherweise auch erste Lösungsinformationen vom Nutzer. Bei komplexen Problemen sind diese Informationen nur sehr schwer zu beschreiben (Kontext, Implizites Wissen, Expertise), und schwer vom Nutzer zum Unternehmen übertragbar (Sticky Information, Träges Wissen).
Der Nutzer weiß oft am besten, was er für sein Problem benötigt. Es fehlt oft noch der Schritt zur ersten Umsetzung von eigenen Lösungen. Dieser war in der Vergangenheit sehr aufwendig (Zeit, Geld), sodass die Umsetzung oft von Unternehmen übernommen wurde.
In der Zwischenzeit gibt es durch die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz, des 3D-Drucks (Additive Manufacturing), oder auch der Robotik und der Open Source Community viele Möglichkeiten, das Produkt selbst zu entwickeln und im Idealfall selbst oder in einer Community herzustellen. Siehe Eric von Hippel (2016): Free Innovation (Open Access).
Titel (Ausschnitt) https://direct.mit.edu/books/book/5344/Free-Innovation
Eric von Hippel hat dazu schon sehr viele Studien veröffentlich, aus denen hervorgeht, dass der Anteil dieser Open User Innovation in den letzten Jahrzehnten stark angewachsen ist. Diese Innovationen findet man nicht in den offiziellen Statistiken zu Innovationen, denn Innovationen werden dort von Unternehmen entwickelt und auf den Markt gebracht. Was versteht nun von Hippel unter Open User Innovation?
„An innovation is ´open´ in our terminology when all information related to the innovation is a public good—nonrivalrous and nonexcludable”(Baldwin and von Hippel 2011:1400).
”… involves contributors who share the work of generating a design and also reveal the outputs from their individual and collective design efforts openly for anyone to use“ (Baldwin and von Hippel 2011:1403).
Wir wissen alle, dass die Unternehmen nur die Innovationen auf den Markt bringen, die eine entsprechende Rendite versprechen – alles andere bleibt liegen… Doch genau darin liegt die Chance von Open User Innovation: Jeder einzelne kann nicht nur kreativ, sondern auch innovativ sein (Ideen umsetzen) und seine Innovationen anderen (auch kostenlos) zur Verfügung stellen.
Sie meinen das gibt es nicht? Dann schauen Sie sich einmal die vielen Plattformen zu Open Source Software, oder die Plattform Patient Innovation an – Sie werden staunen.
Wenn Sie sich zu diesen Themen informieren wollen: Die MCP Community of Europe trifft sich auf der Konferenz zu Mass Customization and Personalization – MCP 2026 – vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred, Ungarn. Wir sind dabei.
Die MCP Community of Europe trifft sich in diesem Jahr vom 16.-19.09.2026 auf der MCP 2026 in Balatonfüred, Ungarn. Neueste Entwicklungen zu Mass Customization and Personalization, auch in Zeiten von Künstlicher Intelligenz, werden auf der Konferenz vorgestellt und diskutiert. Die Konferenz findet seit 2004 durchgehend alle 2 Jahre statt – die MCP 2026 ist somit die 12. Konferenz ihrer Art.
Begleitend findet vor der Konferenz der 7. Doktoranden-Workshop (DSW 2026), und nach dem Konferenz-Teil das 4. Pro Panel Idea Sharing (Pro Forum MEA KULMA 2026) statt. Es ist ein spannendes Angebot für Wissenschaftler und Praktiker, um sich mit Experten auf dem Gebiet Customization und Personalization auszutauschen.
In der MCP Week gibt es natürlich auch viele Möglichkeiten des Networkings. Auf der Konferenz-Website MCP 2026 finden Sie ausführliche Informationen zu den vergangenen Konferenzen und zur Location.
Abstracts können Sie bis zum 31.03.2026 einreichen.
Bei Fragen können Sie mich gerne ansprechen. Wir (Jutta und ich) werden selbstverständlich im September mit dabei sein.
Die MCP 2026 findet vom 16.-19.09.2026 in Balatonfüred (Ungarn statt). Wenn Sie an der Konferenz aktiv teilnehmen wollen, können Sie ein erstes Abstract einreichen:
Conference Abstract Submission Deadline: March 31, 2026.
Als Initiator der Konferenzreihe, die seit 2004 alle 2 Jahre stattfindet, stehe ich Ihnen gerne bei Fragen zur Verfügung.
For the past 22 years, our conference with accompaning events has been at the forefront of innovation in the fields of customization and personalization. This year, we are taking it a step further by:
Celebrating a Tradition of Excellence: Join us in celebrating two decades of cutting-edge research and industry advancements in customization and personalization.
Engaging Keynote Speakers: Hear from renowned thought leaders who will share their insights and vision for the future of customization and personalization.
Networking Opportunities: Connect with like-minded professionals, researchers, and innovators from across the globe to foster collaborations and partnerships.
Interactive Panel Discussions: Engage in thought-provoking discussions on the challenges and opportunities in the customization and personalization landscape.
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