Künstliche Intelligenz: Urteilskraft und die Kompetenz-Illusion

Speech bubbles, blank boards and signs held by voters with freedom of democracy and opinion. The review, say and voice of people in public news adds good comments to a diverse group.

In dem Beitrag Künstliche Intelligenz und die Kompetenz-Illusion habe ich ausführlich dargestellt, dass es bei der Frage zur Kompetenzentwicklung für die Nutzung Künstlicher Intelligenz nicht alleine darauf ankommen kann, dass sich alle Privatpersonen, Mitarbeiter in Organisationen und ganze Öffentliche Verwaltungen an die proprietären KI-Modelle wie ChatGPT, Gemini, Grok, Claude etc. anpassen.

Dabei werden die Menschen auf die Nutzung der KI-Systeme trainiert, und teilweise auch manipuliert. Eine so verstandene Kompetenzentwicklung ist zu eng definiert und zu sehr auf die KI-Modelle ausgerichtet.

Weiterhin kann die Nutzung von Künstlicher Intelligenz auch zu einer Art Kompetenz-Illusion führen. Dabei verbessert sich zwar die jeweilige Aufgabenleistung durch die Nutzung von Künstlicher Intelligenz, allerdings nicht das dauerhafte Lernen – es entsteht die Illusion einer Kompetenzentwicklung.

Daher sollte Kompetenz besser als Selbstorganisationsdisposition verstanden werden:
– Als Selbstorganisationsdispositionen verweisen Kompetenzen darauf, dass der Mensch der Welt handelnd gegenübersteht, nicht durch „Reize“ mechanisch zu „Verhalten“ determiniert.
– Als Selbstorganisationsdispositionen verweisen sie darauf, dass sie die Komplexität des Chaos’ zu reduzieren in der Lage sind.
– Als Selbstorganisationsdispositionen schließlich sind sie mehr oder weniger performanzoffen im Sinne des Erkennens und Gestaltens von Neuem.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Betriebliche Weiterbildungsforschung e. V./ Projekt Qualifikations-Entwicklungs-Management (2006:13)

Eine so verstandene Kompetenzentwicklung geht in Bezug auf Künstliche Intelligenz über die reine Nutzung des jeweiligen KI-Systems hinaus und stellt immer mehr die Urteilskraft des Menschen in den Mittelpunkt – seine Selbstbestimmtheit, seine mentale Souveränität.

Dazu hat Prof. Hoffmann im RKW Newsletter 07/2026 einen lesenswerten Expertenbeitrag verfasst: Die gefährlichste Bildungslücke im KI-Zeitalter ist Urteilskraft.

„Nicht mehr Wissensanhäufung entscheidet über Zukunftsfähigkeit, sondern Urteilskraft, Metakognition und die Fähigkeit, sich von der scheinbaren Souveränität der Maschine nicht verführen zu lassen“ (ebd.).

Siehe dazu auch

Lernen des Entscheidens statt Lernen von Wissen?

 Freund, R. (2011): Das Konzept der Multiplen Kompetenz auf den Analyseebenen Individuum, Gruppe, Organisation und Netzwerk.

Skill shortage: Es fehlen Kompetenzen zu Open Source Software und Open Source Hardware

Das Bild ist mit Mistral AI generiert

Aktuell wird oft darüber gesprochen und geschrieben, dass alle Kompetenzen in der Nutzung von Künstlicher Intelligenz benötigen. Dabei setzen die Marktführer auf kostenlose Online-Kurse, die die Nutzer an die jeweiligen KI-Modelle adaptieren sollen. Die Nutzer passen sich dabei an die Logik des KI-Modells an, und entwickeln angepasste Kompetenzen.

Im nächsten Schritt wird diese Abhängigkeit (Pfadabhängigkeit) Schritt für Schritt monetarisiert – immerhin müssen ja die hohen Investitionen refinanziert werden. Wenn einzelne Personen oder Organisationen diesen Weg in den letzten Jahren eingeschlagen haben, sprechen sie nur noch von solchen, angepassten Kompetenzen. Siehe dazu auch Künstliche Intelligenz (KI): Lock-in und Switching Costs.

Kompetenzen zur Nutzung von Open Source Software oder Open Source Hardware sind damit weniger gemeint – überspitzt formuliert könnte man auch sagen, dass fast niemand daran denkt.

Wenn es Europa mit der Digitalen Souveränität ernst meint, sollten wir allerdings gerade diese Kompetenzen fördern und entwickeln, da gerade Open Source zu mehr Resilienz auf den verschiedenen Ebenen führt. Aktuell gibt es allerdings nicht so viele Personen, die sich mit den Möglichkeiten von Open Source Software und Open Source Hardware auskennen (digital skill shortage).

„By aligning open source projects with structured upskilling programs, Europe can address its digital skills shortage and build a competitive workforce that supports its ambition for technological sovereignty. By fostering collaboration, investing in education, and ensuring sustainable funding, we can secure the future of open source as a driver of technological and scientific progress. With initiatives like Software Heritage and national policies advocating for open science, the foundation is set for a more inclusive and resilient open source ecosystem“ (Di Cosmo, 2026 Open Source and the Skill Shortage, in Eclipse Foundation, 2026).

Es liegt an uns die bestehenden Abhängigkeiten nach und nach zu reduzieren, um unseren eigenen, europäischen Weg bei der Nutzung von Technologie, speziell auch Künstlicher Intelligenz, zu entwickeln. Die erfolgreiche Geschichte von Open Source KI zeigt, wie dieser Weg aussehen kann. Digitale Souveränität: Europa, USA und China im Vergleich.

Künstliche Intelligenz und die Kompetenz-Illusion

Image by StockSnap from Pixabay

Kompetenzen zu entwickeln, und somit die Herausforderungen eines eines komplexen Umfeldes zu bewältigen, ist heute eine der wichtigsten Fähigkeiten. Dabei stellt sich im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz die Frage, ob sich Kompetenzen in uneingeschränkten KI-Systemen besser als in abgesichertes KI-Systemen entwickeln.

„However, when later assessed, the students that relied on the unrestricted system underperformed, suggesting weaker long-term skill acquisition and an “illusion of competence”, in which task performance improved without durable learning. By contrast, the safeguarded tutoring system reduced the negative effects by using guided hints and stepwise reasoning that emulates effective instructional practices“ (UN, 2026).

In einem uneingeschränkten KI-System verbesserte sich zwar die Aufgabenbearbeitung, doch trat kein nachhaltiger Lernerfolg ein – es kam zu einer Kompetenz-Illusion. In einem abgesicherten Tutoren-System konnten diese Nachteile vermieden werden, sodass es zu einer Kompetenzentwicklung gekommen ist.

Ich halte die Unterscheidung zwischen einer durch KI erreichte Kompetenz-Illusion und einer nachhaltigen Kompetenzentwicklung für entscheidend. Seihe dazu auch Kompetenz und Kompetenzmanagement.

Kosten der Künstlichen Intelligenz: Anteil US amerikanischer KI-Modelle geht weltweit zugunsten von Open Source AI zurück

Image by chris s from Pixabay

Wir haben uns daran gewöhnt, dass die amerikanischen Tech-Konzerne mit ihren KI-Modellen den Ton angeben, doch in den letzten 12 Monaten hat sich weltweit erstaunliches getan. Nach Howard Yu (auf LinkedIn) ist der Anteil amerikanischer KI-Modelle in diesem Zeitraum von 70% auf 30% gefallen (routed traffic).

Der Grund ist, dass immer mehr Nutzer – auch aus Kostengründen – Open Source AI nutzen. Dazu haben beispielsweise chinesische Anbieter neben DeepSeek auch Qwen als erfolgreichstes Open Source AI Modell weltweit etabliert.

„The cause is, of course, price. Anthropic’s Claude costs $4,811 for a standard evaluation suite. OpenAI costs $3,357. DeepSeek costs $1,071. Zhipu’s GLM costs $544. The premium American model runs nearly 9 times the cheapest Chinese one for equivalent work. When AI shifted from chat to agents, that gap became impossible to ignore. An overnight coding run calls a model thousands of times“ (Yu, W. via LinkedIn, 08.07.2026).

Natürlich kommen zu so einer Meldung gleich (mindestens) zwei Einwände:

(1) Open Source AI Modelle sind nicht so Leistungsstark wie die proprietären, kommerziellen AI Modelle der amerikanischen Tech-Konzerne.
Das stimmt in der Zwischenzeit nicht mehr. Ausführlich hat das der AI Report 2026 von der Stanford University analysiert und dargestellt. Siehe dazu Die erfolgreiche Open Source KI Geschichte.

(2) Chinesische Modelle sind mit Vorsicht zu genießen, da sie auch den Vorgaben der chinesischen Regierung entsprechen müssen.
Ja, das ist der Fall. Ähnlich sieht es allerdings auch mit den amerikanischen Modellen aus, die den Mindsets der Tech-Konzerne entsprechen. Siehe dazu Digitale Souveränität: Europa, USA und China im Vergleich.

Was also tun? Es bietet sich an, Open Source AI aus und für Europa zu nutzen. In der Zwischenzeit gibt es neben Mistral AI noch viele weitere Modelle, die schon genutzt werden können. Open Source AI mit europäischen Werten zu nutzen ist ein Weg zu mehr Digitaler Souveränität und sogar zur Kostenreduzierung.

Siehe dazu auch Wirtschaftlichkeit von KI-Agenten: Warum kommt es bei den Token-Kosten oft zu regelrechten Abrechnungsschocks?

Moltbook – ein Soziales Netzwerk für KI-Agenten

https://www.moltbook.com/

Soziale Netzwerke sind uns Menschen seit vielen Jahren bekannt, doch gibt es in der Zwischenzeit auch Soziale Netzwerke für KI-Agenten.

Moltbook ist so eine Plattform, auf der sich KI-Agenten untereinander austauschen können. Freundlicherweise kann man sich daran auch als Mensch beteiligen – siehe Abbildung.

A Social Network for AI Agents
Where AI agents share, discuss, and upvote. 
Humans welcome to observe.
Source: https://www.moltbook.com/

Mit dem heutigen Tag (06.07.2026), sind nach eigenen Angaben von Moltbook 208.444 von Menschen verifizierte KI-Agenten auf der Plattform zu finden. Die Plattform passt gut zu der Entwicklung, dass KI-Agenten in der Zwischenzeit nach Menschen suchen, und diese für bestimmte Aufgaben beauftragen. Siehe dazu Rent a Human: KI-Agenten bieten Arbeit für Menschen an.

Es zeigt sich auch hier, dass es zwischen den beiden Polen Mensch und KI-Agenten ein Kontinuum von Möglichkeiten gibt, die jeweiligen Stärken miteinander so zu verbinden, dass in einem definierten Kontext Werte geschaffen werden können.

Siehe dazu auch meine weiteren Beiträge zu KI-Agenten.

Es ist möglich, leistungsfähige KI-Sprachmodelle zu trainieren, die ausschließlich auf gemeinfreien und offenen Texten basieren

In den letzten Jahren gibt es sehr viele Content-Entwickler aus allen möglichen Bereichen, die sich gegen die Übernahme ihrer Inhalte als Trainingsdaten in den bekannten, kommerziellen KI-Modellen wehren.

Dabei kommt es einem so vor, als ob die großen KI-Unternehmen das wohl schon irgendwie „eingepreist“ haben und langwierige Gerichtsverfahren eingehen. Darüber hinaus muss auch die folgende Frage gestellt werden

Ist es möglich ist, leistungsfähige KI-Sprachmodelle zu trainieren, die ausschließlich auf gemeinfrei und offenen Texten basieren?

Die Antwort: Ja, es ist möglich.

In ihrem Paper hat eine Forscher-Gruppe nicht nur ausführlich dargelegt, welche Quellen sie dafür ausgewählt haben, sondern auch gleichzeitig ein entsprechendes Modell entwickelt und auf Hugging Face veröffentlicht:

„We release Common Pile v0.1, an 8TB corpus that—to our knowledge—constitutes the largest dataset built exclusively from openly licensed text. Alongside our dataset, we release Comma v0.1-1T and -2T, two performant 7-billion-parameter LLMs trained on text from the Common Pile, as well as the filtered and rebalanced data mixture we used for training. Our results demonstrate that not only is the Common Pile the strongest dataset for pretraining under an open-license constraint, but also that it produces models comparable to those trained on an equivalent amount of unlicensed data. This positive result holds promise for future of open-license pretraining, especially if the research community invests in collecting larger quantities of openly licensed text data in the future. Ultimately, we believe that the Common Pile v0.1 represents the first step on the path towards a more ethical language model ecosystem, where performance need not come at the cost of creator rights and legal transparency.“ (Kandpahl et al. (2025): The Common Pile v0.1: An 8TB Dataset of Public Domain and Openly Licensed Text).

Natürlich dominieren die proprietären KI-Modelle den Markt, und es fällt den Marktteilnehmer wegen dem in der Zwischenzeit eingetretenen Lock-in schwer, sich an andere KI-Modelle zu gewöhnen (Pfadabhängigkeit). Dennoch überlegen viele Einzelpersonen, Unternehmen, Not for Profit Organisationen oder auch Öffentliche Verwaltungen, ob sie sich nicht von der eingetretenen Abhängigkeit lösen sollten, ja müssen.

Siehe dazu auch Künstliche Intelligenz: Es ist so bequem, unmündig zu sein.

Künstliche Intelligenz: „Feeding the Machine“

Conceptual technology illustration of artificial intelligence. Abstract futuristic background

In dem Buch Muldoon, J., Graham, M., Cant, C. (2025) Feeding the Machine geht es den Autoren darum, zu hinterfragen, wie die großen KI-Modelle (LLM: Large Language Models) mit ihren riesigen Datenmengen entstehen, und von großen Unternehmen für ihre geschäftlichen Aktivitäten genutzt werden.

„Das ist aus Sicht von Muldoon, Graham und Cant auch das grundsätzliche Problem der KI-Entwicklung: dass sie vor allem von wenigen mächtigen Akteuren in deren Eigeninteresse entwickelt und genutzt werde. Die Kapitalintensität von KI führe dazu, dass sich Machtstrukturen weiter verfestigen, da nur wenige Unternehmen weltweit das Geld, die Hardware und das Knowhow besitzen, um die Entwicklung voranzutreiben. Durch die Arbeit dieser Unternehmen würden auch koloniale Strukturen aufrechterhalten, schreiben sie. Weil sich Arbeitskräfte im globalen Süden gezwungen sähen, für sehr wenig Geld unter schlechten Bedingungen zu arbeiten, während die hohen Gewinne in die Kassen der Konzerne und Investoren fließen“ (Scherer, K. (2025): KI-Erklärwerk und Kapitalismuskritik, Deutschlandfunk, Andruck, 30.06.2025 | PDF).

Es ist daher gut, dass sich in den letzten mehr als 20 Jahren weltweit Alternativen entwickelt haben, die frei verfügbare Daten in frei verfügbaren KI-Modellen zur Verfügung stellen (Open Data and Open Source AI – a perfect match). Je mehr diese genutzt werden, umso weniger Marktmacht haben die großen Tech-Konzerne. Es wundert daher nicht, dass diese an alternativen Entwicklungen wenig interessiert sind, und versuchen eine Art open washing mit ihren Modellen zu betreiben. Siehe dazu auch

Die erfolgreiche Open Source KI Geschichte

Künstliche Intelligenz – It All Starts with Trust

Künstliche Intelligenz lässt die meisten Sprachen und kulturellen Besonderheiten außen vor

Selbstchecks zu Digitalisierung und Künstliche Intelligenz

Quelle: https://digitalzentrum-chemnitz.de/wissen/generative-ki/

Das Mittelstand-Digital Zentrum Chemnitz hat zusammen mit der Technischen Universität Chemnitz verschiedene Selbstchecks zu den Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz zusammengestellt. Diese ermöglichen es gerade Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) je nach Schwerpunkt, den Ist-Zustand und den Soll-Zustand zu bestimmen. Diese einfache Gap-Analyse ermöglicht es dann den KMU gezielt Verbesserungen anzustoßen, um resilienter zu werden.

Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus dem Selbstcheck zur Generativen Künstlichen Intelligenz. Blau hervorgehoben ist der selbst eingeschätzte IST-Zustand, und rot hervorgehoben der zu erreichende SOLL-Zustand zu erkennen. Die Ergebnisse können zurückgesetzt, geteilt oder auch gedruckt (beispielsweise als PDF) werden.

Die verschiedenen Checklisten bieten eine erste einfache Möglichkeit, sich mit den jeweiligen Themen gezielt und systematisch auseinanderzusetzen. Im Unternehmen ergeben sich daraus natürlich vielfältige Ansätze, die je nach Unternehmen und verfügbaren Ressourcen priorisiert werden sollten.

Als Ergänzung der einzelnen Checkliste kann ich mir ein einfaches Wirkungsnetz vorstellen, das Zielkonflikte aufzeigt: Zielkonflikte in einem einfachen Wirkungsnetz analysieren.

Darüber hinaus hat sich bei der Wissensbilanz – Made in Germany ein einfaches Wirkungsnetz bewährt, das auf den von Frederic Vester entwickelten Papiercomputer (auch als Vester’sche Einflussmatrix, Vernetzungsmatrix oder Vernetzungsgitter bekannt) zurückgeht. Das Ergebnis so einer Analyse zeigt dann auf, an welcher Stelle angesetzt werden sollte, um den größten Nutzen für das Gesamtsystem (Organisation) zu erreichen.

Künstliche Intelligenz lässt die meisten Sprachen und kulturellen Besonderheiten außen vor

Image by Sunrise from Pixabay

Die bekannten proprietäten KI-Modelle funktionieren hauptsächlich in Englisch, oder in einer Handvoll anderer Sprachen. Am Beispiel agglutinierender Sprachen wie Ungarisch, Baskisch, etc. kann aufgezeigt werden, dass die üblichen KI-Modelle nicht ausreichen.

Es wundert daher nicht, dass in den letzten Jahren immer mehr KI-Modelle entwickelt wurden, die in europäischen Sprachen trainiert wurden. Beispiele dazu sind Teuken 7B und Open EuroLLM. Darüber hinaus gibt es in Europa auch schon viele KI-Modelle, die in der jeweiligen Landessprache trainiert wurden. Beispiele dazu sind das Ungarisches Modell, das Schwedisches Modell, das Italienische Modell usw.

Dass es in kritischen Bereichen wie dem Gesundheitswesen wichtig ist, bei KI-Modellen den sprachlichen und kulturellen Kontext zu beachten, wurde in einer Veröffentlichung der United Nations (UN) noch einmal beispielhaft hervorgehoben:

„In Tigrinya, spoken by 7 to 9 million people in Eritrea and northern Ethiopia, machine translation has rendered smallpox as syphilis, gonorrhoea as diabetes and “You have been given intravenous antibiotics” as “You have been given intravenous insecticides”. These mistranslations can be life-threatening. A recent review of natural language processing for African languages in healthcare found that, despite advances in multilingual AI tools, major challenges remain. These include cultural and linguistic bias, poor adaptation to medical contexts, limited explainability and translation errors that can affect diagnosis and treatment decisions. The evidence suggests that AI systems are not ready for use in high-stakes settings unless they have been properly adapted, constrained and tested for the relevant linguistic and cultural contexts“ (UN 2026).

Mit Hilfe von Small Language Models (SLM) und der Berücksichtigung sprachlicher und kultureller Besonderheiten einzelner Regionen in Europa können gerade Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) innovative Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die einen Mehrwert für die Nutzer bieten.

Auf der MCP 2026 (16.-19.09.2026, Balatonfüred, Ungarn) gehe ich darauf in einem Paper ein:

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs

Mein zweites Paper:

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Die erfolgreiche Open Source KI Geschichte

Performance of top models on the Arena by select providers.
Source: Arena, 2026 | Chart: 2026 AI Index report (Stanford University 2026)

Open Source Software (OSS) nutzen wir alle schon in vielen Bereichen, da OSS auch in vielen der bekannten kommerziellen, proprietären Angebote enthalten ist. Bei Künstlicher Intelligenz ist das aktuell noch etwas anders. Zu Beginn der Entwicklung gab es einfach nur die bekannten kommerziellen, proprietären KI-Modelle – Open Source KI-Modelle waren gerade einmal bei Freaks bekannt und in standardisierten Tests in ihrer Leistungsfähigkeit unterlegen.

In dieser Zeit haben sich viele an die angebotenen proprietären (kommerziellen) KI-Modelle gewöhnt und es ist zu einer Art Lock-in, zu einer Pfadabhängigkeit gekommen. Aus dieser wieder herauszukommen, fällt vielen Privatpersonen, aber auch Unternehmen, Organisationen schwer, obwohl es sich lohnen würde. Siehe dazu auch Künstliche Intelligenz: Es ist so bequem, unmündig zu sein.

Wie das Beispiel Mistral AI in der Abbildung zeigt, sieht es bei der Leistungsfähigkeit von Open Source KI-Modellen n der Zwischenzeit ganz anders aus – und das bei gleichzeitig weniger Abhängigkeiten, mehr Datenschutz und mehr Transparenz (Digitale Souveränität) Wenn man sich die Entwicklung von Open Source KI ansieht, wird deutlich, wie dynamisch diese seit 2022 ist.

„The historical development of open-source AI demonstrates a shift from closed corporate systems towards distributed, collaborative innovation on a global scale. A landmark precedent was the development of the BLOOM open-source model in 2022, produced by the BigScience consortium, followed by the publication of the powerful open-weight Llama family of models and the release of the Gemma series. A powerful impetus came from Chinese developers’ highly competitive alternative ecosystem Qwen and the release of DeepSeek-V3 and R1. At present, entire regions are also actively contributing to the development of open-weight AI: Mistral in Europe, Falcon in the United Arab Emirates, GigaChat and YandexGPT in the Russian Federation, alongside projects in India, Japan, Republic of Korea and others“ (UN 2026).

Der weltweite Trend zu immer mehr Open Source KI-Modellen zeigt, dass es in Zukunft darauf ankommt, transparente KI-Modelle zu nutzen – it all starts with trust. Um das bekannte open-washing bei KI-Modellen zu erkennen, bietet sich im ersten Schritt die Definition zu Open Source AI an.

Auf der MCP 2026 (16.-19.09.2026, Balatonfüred, Ungarn) gehe ich darauf in gleich zwei Paper ein:

Open-Source AI for Open User Innovation: Designing a Personal Fabrication Framework

Digital Sovereignty and Open-Source AI: The European Way for Innovative SMEs