Der Kurzbericht Cedefop (2009): Warum es sich lohnt, Wissen und Lernen steuerlich zu fördern macht deutlich: „Intellektuelles Kapital schafft Wohlstand. Häufig sind Wissen und Expertise eines Unternehmens wertvoller als dessen Sachanlagen wie Fertigungsgebäude und Maschinenparks. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) bieten steuerliche Anreize unterschiedlichster Art, die den Einzelnen und die Unternehmen zu Investitionen in die allgemeine und berufliche Bildung anregen sollen.“ Die aktuellen steuerlichen Anreize und die politischen/rechtlichen Rahmenbdeingungen sind allerdings immer noch zu sehr auf die klassischen Ressourcen der industriell geprägten Gesellschaft augerichtet. Die Realität ist allerdings schon weiter. Viele Menschen spüren, dass dieser Staat nicht mehr viel mit ihrem realen Leben zu tun hat, im Gegenteil: Der Staat blockiert in manchen Bereichen sogar die Entwicklung seiner Bürger. Es wird Zeit, dies zu ändern. Siehe dazu auch Wissensbilanz – Made in Germany
Semesterarbeit an der FHS St. Gallen zu Robert Freund Weblog
Herr Luca Haubensak hat an der Fachhochschule St. Gallen eine Semesterarbeit zu Robert Freund Weblog geschrieben, und diese am 14.12.2009 eingereicht (Seite V): „Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist, das sich Auseinandersetzen mit einem Weblog und dem damit verbundenen Verständnis für Social Software. Dies geschieht hier anhand des Robert Freund Weblog.“ Als mich Herr Haubensak vor einiger Zeit darauf ansprach, war ich ein wenig überrascht, dass sich jemand von der FHS St. Gallen in der Schweiz meinen Weblog genauer ansehen wollte. Gerne stellte ich die gewünschten Informationen zur Verfügung und war gespannt, was Herr Haubensak so alles herausfinden würde. Nun liegt mir die Arbeit vor. Ganz besonders habe ich mich natürlich über das Ergebnis gefreut: „Zusammenfassend ist dieses Weblog höchst informativ und intuitiv aufgebaut, und somit ohne wesentliche Einschränkungen weiterzuempfehlen“. Siehe dazu auch Robert Freund Weblog gehört zu den 10 wichtigsten Weiterbildungsblogs in Deutschland (Platz 6, w&v)
Wissensbilanz – Made in Germany für den Kreis Ortenau

Die Wissensbilanz – Made in Germany ist vor allem als wichtiges Steuerungsinstrument für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) gedacht. Dennoch kann man die Wissensbilanz – Made in Germany auch für die Steuerung des Intellektuellen Kapitals in Landkreisen nutzen.
Die regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaften sind immer noch zu sehr auf die klassischen Ressourcen fokussiert und entdecken erst langsam das Intellektuelle Kapital ihrer Region. Humankapital, Strukturkapital und Beziehungskapital gilt es zu fördern und zu nutzen.
Der Kreis Ortenau hat nun gezeigt, dass es von Vorteil ist, eine Wissensbilanz – Made in Germany für den Kreis Ortenau zu erstellen. Informationen erhalten Sie unter https://nectanet.de/.
Siehe dazu auch RICARDA. Es wäre zu begrüßen, wenn weitere Landkreise und Kommunen eine Wissensbilanz – Made in Germany erstellen würden, damit das durchaus vorhandene Intellektuelle Kapital besser gefördert werden kann.

Wissensbilanz – Made in Germany gastiert am 11.02.2010 in Hannover
Am 11.02.2010 gastiert die Roadshow Wissensbilanz – Made in Germany im Haus der Region Hannover. Auf dem Programm stehen: Eine theoretische Einführung in das Strukturmodell der Wissensbilanz – Made in Germany, zwei Praxisbeispiele und ein Beitrag zur Wissenswerkstatt (Einladungsflyer). Es lohnt sich also wieder einmal, an der kostenfreien Veranstaltung teilzunehmen. Möglicherweise treffen wir uns in Hannover. Ich werde die Roadshow moderieren.
wiwo: 99 Internet-Programme, die das Leben erleichtern (sollen)
Jochen Mai und Sebastian Matthes haben 99 Internet-Programme, die das Leben erleichtern (wiwo, 14.11.2009) zusammen gestellt. Es schadet bestimmt nicht, wenn man sich solcher durchaus hilfreicher Tools bedient, um das Daten- bzw. Informationsmanagement zu verbessern. Dennoch: A fool with a tool is still a fool. Es kommt eben darauf an, diese Werzeuge intelligent und der Situation (Kontext) angemessen anzuwenden, um die Wissenskonstruktion zu ermöglichen (Siehe Wissenstreppe). An dieser Stelle sind Sie gefragt. Wählen Sie also gezielt aus, denn wenn Sie alle in dem Artikel genannten Programme ausprobieren wollen, ist das eher kontraproduktiv. Siehe dazu auch diesen Blogbeitrag.
Rede und Gegenrede zur ´Informationsflut´ in der Gesellschaft
Am 16.11.2009 erschien bei SPIEGELONLINE der Beitrag Mein Kopf kommt nicht mehr mit von Frank Schirrmacher, der sich auf sein Buch Schirrmacher, F. (2009): Payback bezieht. Es geht Frank Schirrmacher darum aufzuzeigen, dass uns die vielen (unnötigen) Informationen wohl „auffressen“. In dem genannten SPIEGELONLINE-Beitrag liest man auch: „Darunter gibt es unendlich viel Trash, aber auch unzählige Gedanken und Erkenntnisse, die nach unserem bisherigen Verständnis von Intelligenz jedermann angehen und interessieren müssten.“ Möglicherweise ist unser bisheriges Verständnis von Intelligenz nicht mehr passend zu den Entwicklungen? Ist es wirklich intelligent, sich jeden auch noch so irrwitzigen Gedanken, jede auch noch so irrwitzige Information anzueignen und daraus Wissen zu konstruieren? Der Mensch existiert nur dadurch, dass er die unendliche Daten- und Informationsmenge reduziert und dadurch Komplexität handhabbar macht. Lassen wir es also zu, dass es viel mehr Daten, Informationen und Wissen gibt, dass wir nicht aufnehmen können. Na und? Genau an dieser Stelle setzt die Gegenrede von Sascha Lobo an, der in dem heute auf SPIEGELONLINE erschienenen Beitrag Die bedrohte Elite einen Gegenentwurf erläutert, der aus meiner Sicht die Kernpunkte eines etwas anderen Deutungsmusters darstellt. Ich kann Sascha Lobo nur zustimmen, wenn er schreibt: „Es tut uns gut, von unserem hohem Ross herabzusteigen“. Es ist erfrischend und zeigt von einem wohl verstandenen Journalismus, dass SPIEGELONLINE Rede (Frank Schirrmacher) und Gegenrede (Sascha Lobo) relativ zeitnah veröffentlicht hat und uns allen damit die Gelegenheit gibt, unsere eigene Meinung daraus zu bilden. Danke. Was letztendlich allerdings nicht beantwortet wird ist, warum die beiden Beiträge mit „Intelligenz“ überschrieben wurden. Aus meiner Sicht könnte es auch Multiple Intelligenzen heißen…
Wissensbilanz – Made in Germany gastierte am 04.12.2009 bei der IHK Köln
Am Freitag, den 04.12.2009, trafen sich Interessenten für die Wissensbilanz – Made in Germany bei der IHK in Köln im Camphausensaal. Trotz weihnachtlicher Stimmung in der Stadt und wohl auch in den Unternehmen, war die Roadshow zur Wissensbilanz – Made in Germany mit über 40 Teilnehmern gut besucht. In der Begrüßung durch Frau Niecknig von der IHK Köln wurde gleich zu Beginn der Veranstaltung deutlich, dass sich die IHK Köln in der nächsten Zeit verstärkt den Themen Wissen und Wissensbilanz – Made in Germany widmen will. Den einführenden Vortrag zur Methode und zur Toolbox der Wissensbilanz – Made in Germany habe ich gehalten. Anschließend stellten Herr Fischer (Inhaber der Firma Fischer Werkzeugtechnik GmbH) und Herr Honecker (Private Musikschule jamclub aus Tübingen) Ihre Erfahrungen mit der Wissensbilanz – Made in Germany vor. Es zeigte sich sehr bald, dass sich die beiden Praxisbeispiele sehr gut ergänzten. Hier das industriell geprägte Unternehmen Fischer Werzeugtechnik GmbH und dort die private Musikschule mit stark immateriell geprägten Strukturen. Dennoch: Beide Unternehmen stellten heraus, dass sie von der Wissensbilanz – Made in Germany auf jeweils spezielle Weise profitierten.
Zum Abschluss stellten wir uns dann gemeinsam den spannenden Fragen der Teilnehmer, die von der Akzeptanz bei den Mitarbeitern, bis zur Verbindung zwischen der Wissensbilanz – Made in Germany und der Balanced Scorecard reichten. Abschließend hatte die IHK Köln freundlicherweise noch zu einem kleinen Buffet eingeladen. Dabei konnten wir die noch offenen Fragen in Einzelgesprächen klären. Ich hatte den Eindruck, dass ein grundsätzliches Interesse an der Wissensbilanz – Made in Germany geweckt wurde. Hier noch einige Impressioen von der Veranstaltung bei der IHK in Köln…
Das Projekt ProWis wurde bis 2011 verlängert und bietet jetzt schon interessante Hilfen
Über das Projekt ProWis habe ich in 2007 (inkl. einer Studie) und später noch einmal in 2008 berichtet. In der Zwischenzeit wurde das Projekt ProWis verlängert: „Im Mittelpunkt der zweiten Projektphase (2008-2011) steht der Transfer der Projektergebnisse. Folgende Angebote werden hierzu zur Verfügung gestellt“: Praxiserprobte Analyseinstrumente, Wissensmanagement Lösungssammlungen. Es ist erfreulich, dass man nun für die vier Wissensaktivitäten die jeweiligen Methoden/Tools auswählen kann. Ein erster Schritt, die vielen Tools einzuordnen und zu zeigen, dass nicht jedes Tool überall Sinn macht. Dennoch: Die Liste der Tools wird in Zukunft bestimmt noch erweitert werden müssen. Weiterhin ist nicht klar, wie die einzelnen untereinander wirken. Die Wissensaktivitäten werden immer noch zu sehr isoliert betrachtet, obwohl sich das gesamte Modell natürlich auf die Geschäftsprozesse bezieht und somit die Bedingung der Situiertheit von Wissen erfüllt. Das Modell reduziert die 6 Bausteine von Probst, wodurch die grundlegende Kritik an dem Bausteinmodell nicht verklingt (Sytemisches Wissensmanagement). Eine Alternative kann sein, die notwendigen Maßnahmen ganzheitlicher aus der Wissensbilanz – Made in Germany abzuleiten. Immerhin bietet die Wissensbilanz – Made in Germany mit dem Wirkungsnetz gerade die Möglichkeit die verschiedenen Wirkungen darzustellen und damit Maßnahmen zu priorisieren, die das Wissenssystem optimieren. Im Zusammenhang mit Wissensmanagement wird immer noch zu wenig an die gute Kombination von modernem Wissensmanagement und der Wissensbilanz – Made in Germany gedacht. Siehe dazu auch Wie hängen Wissensbilanz – Made in Germany und Wissensmanagement zusammen? Und wenn Sie im Raum Köln wohnen, können Sie sich am Freitag, den 04.12.2009 die Roadshow zur Wissensbilanz – Made in Germany bei der IHK Köln ansehen (Programm). Würde mich freuen…
Interessante Studie zu User-Created-Content
Die interessante Studie IDATE/TNO/IViR (Eds.) (2008): User-Created-Content: Supporting a participative Information Society (4,7MB) analysiert
- den Trend zu User-Created-Content,
- die daraus entstehenden wirtschaftlichen, sozialen, technologischen und juristischen Auswirkungen und
- den Einfluss auf die Politik der EU im Bereich IKT und Medien
Ganz besonders möchte ich auf die insgesamt 50 untersuchten Fallstudien hinweisen, die Sie auf den Seiten 16-20 finden. Testen Sie doch einfach einmal die dort angegebenen Webseiten aus. Den Trend zu User-Created-Content können auch Organisationen nutzen und die oft standardisierten Inhalte nicht nur unternehmensspezifisch anpassen, sondern eigene unternehmensspezifische Inhalte entwickeln. Diese Inhalte (Content) können dann für Personen, Gruppen, oder auch für das ganze Unternehmen konfiguriert werden. Dabei verwendet man oftmals Standards wie SCORM und bezeichnet diese Inhalte als Learning Objects. Ich mag den Begriff nicht besonders, da es nicht die Objects sind, die lernen, sondern die Subjekte – also die Personen. Dennoch: Betrachtet man die Möglichkeiten, kontextspezifische (unternehmensspezifische) Inhalte zu entwickeln, so können dadurch geschäftsprozessbezogene Vorteile generiert werden. User-Generated-Contend bedeutet in diesem Zusammenhang kontextspezifisches Wissen in Daten und Informationen zu übertragen, die dann personenspezifisch aufbereitet die Wissenskonstruktion im Geschäftsprozess ermöglicht (Ermöglichungsdidaktik). Es lohnt sich also auch für Unternehmen, sich mit User-Created-Contend intensiver zu befassen. Siehe dazu auch Freund, R. (2003): Mass Customization in Education and Training, ELearnChina 2003 (Edinburgh, Scotland), oder Freund, R. (2003): Mass Customization and Personalization in der beruflichen Bildung. In: Community Schwerpunktthema August 2003 der Tele Akademie (FH Furtwangen).
Creativity World Forum vom 01.-03.12.2009 in Ludwigsburg
Das Creativity World Forum 2009 gastiert vom 01.-03.12.2009 in Ludwigsburg. Bei der Veranstaltung geht es nach eigener Darstellung um Kreativität und Wissen, die letztendlich in Innovationen umgestezt werden sollen. Am zweiten Kongresstag stellen Herr Prof. Mertins (Fraunhofer IPK) und Herr Dr. Bornemann Methodik und Bedeutung des Intellectual Capital Reporting am Beispiel „Wissensbilanz – Made in Germany“ vor. Dieser Vortrag zeigt, dass die Wissensbilanz – Made in Germany im kreativen Umfeld wissensbasierter Unternehmen immer stärker beachtet wird. Das ist aus meiner Sicht keine Überraschung, denn die Wissensbilanz – Made in Germany ermöglicht es Unternehmen, ihr Intellektuelles Kapital gezielt und wirkungsvoll zur Verbesserung der zu erzielenden Ergebnisse einzusetzen. Am 19.11.2009 haben wir die Wissensbilanz – Made in Germany bei der Handwerkskammer Stuttgart vorgestellt (Blogbeitrag) und am 04.12.2009 gastiert die Roadshow zur Wissensbilanz – Made in Germany bei der IHK Köln. Wenn Ihnen Ludwigsburg zu weit ist, können Sie ja nach Köln kommen – ich würde mich freuen.

